Es war (uns) ein Fest! 30 Jahre Kita Sonnengarten würdig gefeiert!
Am Samstag, 5. September 2026 haben wir das 30jährige Bestehen der Kita Sonnengarten Trier-Nord gefeiert. Vielen Dank an alle die da waren: Aktuelle und ehemalige Mitarbeiter*innen, aktuelle und ehemalige Kinder mit ihren Familien, Kooperationspartner*innen, Trägervertreter*innen, Vertreter*innen der Stadt Trier und viele mehr. Es war wirklich ein schönes Fest mit feierlichen Reden, einer Ehrung der vier Mitarbeiterinnen, die bereits seit Gründung der Kita dabei sind, mit Essen, Trinken, Kaffee, Kuchen und Gratis-Eis. Mit Führung durch die Kita, Zaubershow mit anschließender Luftballonmodellage, Mini-Golf vom Konzer Spielmobil, Glitzer-Tattoos, netten Gesprächen und vielem mehr.
Besonderer Dank an diesem Tag geht an:
– die Medienwerkstatt Nordwerk im Bürgerhaus Trier-Nord für die Technik
– Marias Kaffestübchen für die Versorgung mit Essen und Trinken, Kaffee und Kuchen
– Eiscafé und Eismanufaktur Calchera für die Spende einer Eistheke für dieses Fest
– den Ortsbeirat Trier-Nord für die Unterstützung dieses Fest in Höhe von
1.000, – €!
– danke an alle Helferinnen und Helfer, die angepackt und diesen Tag erst möglich gemacht haben!

Hier ein paar Eindrücke vom Jubiläumsfest:
(Kindergesichter verpixelt)
Wer noch weitere Bilder vom Jubiläumsfest hat – gerne schicken an sonnengarten@kita-trier-nord.de
Nachfolgend dokumentieren wir die Reden zu Beginn der Veranstaltung:
Rede zum 30. Jubiläum der Gründung der Kita Sonnengarten Trier-Nord von Herbert Schacherer:
Liebe Britta Weizenegger,
lieber Konni Kanty,
liebe Janina Frankowski,
liebe Mitarbeiter*innen der Kita Sonnengarten,
liebe Festgäste,
bevor ich einige Worte über die „guten alten Zeiten“ der Gründung dieser Kindertagesstätte mache, möchte ich als erstes zwei Menschen in Erinnerung rufen, die viel für die Familien in diesem Viertel und viel für die positive Entwicklung dieses Viertels getan haben. Gleichermaßen viel taten diese dafür, dass diese Kindertagesstätte an diesem Ort entstehen konnte.
Das ist zum einen die im Jahr 2020 verstorbene Magda Weber, die viele Jahre CDU-Stadträtin und langjährige Vorsitzende der Baby- und Krabbelstube war. Über lange Zeit war Magda Weber auch Mitglied im Beirat des Bürgerhauses Trier-Nord. Sie engagierte sich also auf mehreren Ebenen für die Verbesserung der Verhältnisse in diesem Viertel. Dabei verstand sie es immer, ihre politischen Kontakte konsequent zugunsten dieses Viertels zu nutzen. Magda Webers Engagement trug wesentlich dazu bei, dass die vor über 30 Jahren dringend benötigte weitere Kita in Trier-Nord 1996 an diesem Ort ihren Betrieb aufnehmen konnte.
Zum zweiten ist Marita Neyses zu nennen. Als langjährige Leiterin der Baby- und Krabbelstube wirkte sie ab 1992 ganz maßgeblich an der Entwicklung dieser Kita mit. Es war Marita, die ganz entscheidend die Konzeption dieser Einrichtung prägte.
Als eine weitere maßgebliche Person zu erwähnen ist Achim Hettinger, der seinerzeitige Leiter des Jugendamtes. Als langjähriger Vorstand der Baby- und Krabbelstube hat sich Achim in der Trierer Stadtverwaltung stets mit viel Herzblut für die Verbesserung der Lebensverhältnisse in Trier-Nord eingesetzt.

Für das Entstehen dieser Einrichtung setzte sich an zentraler Stelle der seinerzeitige Trierer Sozialdezernent und Bürgermeister Georg Bernarding ein. Hätte er sich nicht in seiner Funktion für dieses gemeinsame Projekt stark gemacht, wäre wohl am Ende nichts aus unseren Plänen geworden, eine zusätzliche Kita in Trier-Nord zu eröffnen. Georg Bernarding zeichnete aus, dass er stets einen guten Blick für gleichermaßen angemessene und praktikable Lösungen für soziale Probleme und für die Zusammenarbeit der Stadt mit unterschiedlichen freien Trägern hatte. Er war es dann schließlich auch, dem im Jahr 1993 im Beisein der Vertreter*innen der drei Träger vom Bundesamt für Immobilienangelegenheiten die Schlüssel zu diesem Gebäude übergeben wurden (siehe Artikel im Trierischen Volksfreund vom 28.Juli 1993).
Und natürlich ist das 22-jährige Engagement der langjährigen Kita-Leitung Trixi Hemmerling in besonderer Weise zu würdigen, die leider viel zu früh verstorben ist.
Ihren Betrieb eröffnen konnte diese Kita nach vier Jahren der Vorbereitung am 02. September 1996. Dieses Datum liegt 12 Jahre nach Gründung des Bürgerhauses Trier-Nord (1984), fünf Jahre nach Gründung der WOGEBE (1991) und zwei Jahre nach Gründung des Tochterunternehmens der WOGEBE, der HVS GmbH (1994), die schließlich den Part der Sanierung dieses Gebäudes übernahm.
Einige Jahre vor diesen drei Organisationen hatte bereits die Baby- und Krabbelstube eine sehr wertvolle Pionierarbeit in diesem Viertel geleistet, die vor einigen Jahren ihr 40-jähriges Jubiläum genau an diesem Ort feiern konnte.
Da die Babystube Anfang der 90er nach besser geeigneten Räumlichkeiten für ihre wichtige Arbeit suchte und deren Austausch mit dem Bürgerhaus Ende der 80er-Jahre / Anfang der 90er-Jahre sehr eng war, ging von der Babystube 1992 auch der maßgebliche Impuls zur Gründung dieser Kita aus.
Ein erstes Konzept für eine gemeinsame Einrichtung konnten wir Ende 1992 aufsetzen. Wir, das waren Marita Neyses seitens der Baby- und Krabbelstube sowie eine Reihe sozialpädagogischer Fachkräfte der Familienberatung und des Bürgerhauses Trier-Nord, zu denen auch ich gehörte.
Was waren damals unsere Grundgedanken?
Allem anderen voran ging es uns darum, in diesem Viertel eine Lücke bei der Kinderbetreuung zu schließen. Seinerzeit hatte die Statistik einen rechnerischen Fehlbedarf von etwa 80 Plätzen für Kinder im Kindergartenalter im Wohnviertel Nells Ländchen ausgewiesen. Nachdem Anfang der 90er Jahre gerade die französischen Armeeangehörigen große Wohnungen im Viertel (Karl-Grün-Straße, Rembrandtstraße, Verdistraße, Röntgenstraße) frei gemacht hatten, sahen wir gemeinsam mit der Stadt beim Bedarf an Kita-Plätzen durch den Nachzug großer Familien mit Kindern in diese großen Wohnungen in diesem Bering einen ziemlich starken zusätzlichen Druck entstehen.
Vom Defizit der 90er-Jahre besonders betroffen waren Alleinerziehende, die ihre Abhängigkeit von Sozialhilfe durch die Aufnahme einer Arbeit beenden wollten. Ich erinnere daran, dass zu dieser Zeit das Bürgerhaus mit seinen Qualifizierungsprojekten und die WOGEBE mit der Gründung ihres Tochterunternehmens HVS nach Jahren der Arbeitslosigkeit vieler Menschen aus dem Viertel Arbeit wieder zu einem Thema gemacht hatte und so auch viele Frauen wieder Beschäftigung aufnahmen.
Da fast 40% der Sozialhilfeempfängerinnen zu Beginn der 90er Jahre der Gruppe der Allein-erziehenden angehörten, war die Erschließung von Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen in diesem Viertel also ein ganz wesentliches Ziel. Wie wir alle wissen, kann das nur erreicht werden, wenn die Betreuung der Kinder im Kindergartenalter gesichert ist und das nicht nur am Vormittag, sondern auch nachmittags.
Da die Plätze in der Kita St. Ambrosius bereits seit einigen Jahren nicht mehr für alle Kinder aus dem Viertel ausreichten, ging es damals in erster Linie darum, dass die Förderkette für Kinder nach dem Besuch der Baby- und Krabbelstube nicht unterbrochen wurde. Die Organisationen, die in diesem Viertel arbeiteten waren nicht bereit hinzunehmen, dass Möglichkeiten zur Entwicklung gesunder und leistungsfähiger Persönlichkeiten in den prägenden Jahren der Kindheit dadurch verschenkt wurden, dass Kinder im Kindergartenalter im Anschluss an die Kleinkinderbetreuung keinen Platz in einer Kita fanden.
Bei dem Angebot, das uns vorschwebte, sollte es sich unbedingt um eine bedarfsgerechte Ganztagsbetreuung handeln, die die Grundbedürfnisse von Kindern als konsequente Fortsetzung ihrer Förderung in der Baby- und Krabbelstube sicherte. Zudem war es unser erklärtes Ziel, dass eine ausgewogene soziale Mischung innerhalb der Kita-Gruppen hergestellt werden sollte.
Die Förderung elterlicher Erziehungskompetenzen hatte in unserem damaligen Konzept einen breiten Raum eingenommen. Neben der Förderung der Kinder sollte also die Kita eine Elternarbeit leisten, die Eltern aufsucht, diese in Erziehungsfragen berät und sie zu aktiver Mitwirkung animiert. Auch sollte sich diese Kita für die kinderfreundliche Ausgestaltung des Stadtteils stark machen. Die neue Einrichtung sollte sich also nicht nur als reine Betreuungs- oder Dienstleistungseinrichtung verstehen, sondern eine Einrichtung, die sich ins Viertel hinein öffnet und die sich für die Belange von Kindern aus und in diesem Viertel einsetzt.
Da der ehrenamtlich geführte Verein der Baby- und Krabbelstube seinerzeit nicht auch noch zusätzlich zu ihrem Angebot eine Kita betreiben wollte, brachte sich 1992 der acht Jahre vor-her entstandene „Verein der Nutzer und Förderer des Bürgerhauses Trier-Nord“ (der Trägerverein des Bürgerhauses) als neuer Träger einer Kita in diesem Viertel ins Spiel. Es war nur noch ein passender Ort zu finden.
Zum Vorschlag eines geeigneten Orts zitiere ich aus unserem ersten Konzept von 1992:
„Die Einrichtung sollte im unmittelbaren Einzugsbereich des Wohnviertels liegen, im seinerzeitigen französischen Wohngebiet, das im Rahmen der Konversion frei wird. Bestenfalls ein Objekt, das bereits vorher als Kindereinrichtung genutzt wurde und an dem keine oder nur geringe bauliche Veränderungen erfolgen müssen.“
Die Renovierungsarbeiten, so der damalige Vorschlag unserer fünfköpfigen Arbeitsgruppe, könnten vom Qualifizierungsprojekt des Bürgerhauses im Sanierungsbereich durchgeführt werden.
So, oder besser: So ähnlich kam es dann schließlich auch, vor allem aufgrund des Engagements der genannten Personen, der vorausschauenden politischen Entscheidungen der Stadt Trier und der innerhalb von drei Jahren erbrachten Vorleistungen der Baby- und Krabbelstube und des Bürgerhauses Trier-Nord.
Wie wurde es umgesetzt?
Am Ende war nicht nur die Stadt Trier sehr froh darüber, dieses Grundstück vom Bund günstig übernehmen zu können. Die Träger waren ebenfalls sehr froh, da ihnen die Einrichtung nicht nur kosten- und mietfrei überlassen wurde, sondern auch noch der aufwändige Umbau über Fördermittel finanziert werden konnte, die die Stadt Trier akquirierte.
Allerdings waren die baulichen Veränderungen am Gebäude schließlich deutlich größer als ursprünglich gedacht und die Arbeiten wurden am Ende nicht von den Qualifizierungsprojekten des Bürgerhauses, sondern von der zwischenzeitlich gegründeten HVS GmbH ausgeführt.
Nachdem dieses Gebäude gefunden war, konnte mit der Umsetzung eines Gesamtkonzepts begonnen werden, das die Nutzung durch drei unterschiedliche Einrichtungen vorsah. Neben besser geeigneten Räumen für die Baby- und Krabbelstube (als die im Altbau in der Ambrosiusstraße) und der dringend benötigten neuen Kindertagesstätte des Bürgerhauses sollte das Gebäude auch Platz bieten für eine integrative Einrichtung, also für Kinder mit und ohne Behinderung. Es sollte eine der ersten integrativen Einrichtungen dieser Art in Trier werden.
Nachdem es die Trierer Lebenshilfe nach zweijähriger Mitarbeit in der Projektgruppe schließlich vorzog, doch nicht in dieses Gebäude einzuziehen, wurde kurz nach der Eröffnung das Angebot mit der Kita Leuchtturm durch eine integrative Einrichtung des „Club Aktiv“ ergänzt.
Ganz persönlich habe ich innerhalb des drei Jahre dauernden Prozesses bis zur Eröffnung der Kita sehr viel gelernt. Nicht nur darüber, wie man die Gründung und den Betrieb einer Kindertagesstätte angeht, sondern auch, wie stark bei der Sanierung eines Gebäudes geplante und tatsächliche Baukosten auseinanderlaufen können.
Nachdem nämlich das 1952 von den französischen Streitkräften erbaute und von diesen als „École maternelle“, (also im französischen Kinderbetreuungssystem als „Vorschule“) genutzte Gebäude frei und im Juli 1993 den drei Trägern übergeben wurde, war der seinerzeitige Sozialdezernent noch davon ausgegangen, der Umbau des Gebäudes sei mit einigen Eimern Farbe und einem gerüttelten Maß an Eigenleistungen der Träger zu bewerkstelligen.
Als das Gebäude schließlich von der seinerzeit für die WOGEBE tätigen Architektin Eva-Christiane Hamm näher inspiziert worden war, erkannte sie, dass man angesichts der doch relativ unterschiedlichen Nutzung des Gebäudes deutlich mehr Geld für Umbau und Sanierung in die Hand würde nehmen müssen.
Am Ende eines sehr gelungenen Umbaus des Gebäudes wurde schließlich ein Gesamt-Sanierungsvolumen von vier Mio. DM festgestellt (was inflationsbereinigt heute etwa 3,6 Mio. Euro entspricht). Das lag natürlich keineswegs daran, dass die Farben damals so teuer waren oder die Träger so wenig Eigenleistungen einbrachten.
Im Gegensatz zu Marita Neyses musste ich, nachdem die Planung fertig war, in meiner damaligen Funktion nicht mehr an den zahlreichen Bauausschuss-Sitzungen teilnehmen. Wer solche Sitzungen kennt, wird wissen, dass es sich dabei nicht immer um vergnügungssteuerpflichtige Veranstaltungen handelt.
Kommen zum wichtigen Thema Personal
Jede Kita ist nur so gut, wie das Personal, das dort arbeitet. Wenn ich mich heute hier so umschaue, dann freut mich mich gleich vier Fachkräfte zu erblicken, die wir gemeinsam im Jahr 1996 eingestellt haben. Dazu, dass ihr vier heute zeitgleich mit dem 30-jährigen Jubiläum der Einrichtung ein 30-jähriges Dienstjubiläum feiert, möchte ich euch heute meinen ganz herzlichen Glückwunsch aussprechen. Die Tatsache, dass ihr vier auch nach 30 Jahren immer noch in dieser Einrichtung tätig seid, scheint mir doch sehr dafür zu sprechen, dass:
1. wir damals eine gute Wahl getroffen haben und dass
2. ihr bis hierhin alles richtig gemacht zu haben scheint.
Was bleibt mir abschließend noch zu diesem Jubiläum zu sagen?
Heute dürfen wir an diesem Ort gemeinsam ein gelungenes und etabliertes Projekt der Gemeinwesenarbeit verschiedener Träger in diesem Stadtviertel feiern.
Als ehrenamtlicher Vorstand der WOGEBE bereitet es mir persönlich große Freude mitzuerleben, dass in diesem Viertel in den letzten Jahren wieder stärker zusammenwächst, was zusammengehört. Das hat sehr viel mit der an Zusammenarbeit orientierten Haltung der Vorsitzenden des Trägervereins dieser Kita und zugleich Leiterin des Bürgerhauses, Janina Frankowski, zu tun.
Dabei spreche ich nicht nur von der in den letzten Jahren wieder deutlich besser funktionierenden Zusammenarbeit des Bürgerhauses und der WOGEBE, sondern auch von der Zusammenarbeit sämtlicher sozialer Einrichtungen in diesem Viertel gemeinsam mit der Baby- und Krabbelstube, gemeinsam mit den Kindertagesstätten, gemeinsam mit der Schule und gemeinsam mit weiteren für das Viertel wichtigen Organisationen im Arbeitskreis Trier-Nord.
Zuletzt erhielt dieser Arbeitskreis auf Initiative des Bürgerhauses (Janina Frankowski) und der Genossenschaft (und hier ist besonders mein Nachfolger in der Geschäftsführung Max Landgraf zu nennen) neuen Schwung. Demnächst wird, wie ich von den beiden höre, der AK Trier-Nord seinen ersten Netzwerktag veranstalten.
Eine allerletzte Bemerkung von mir zum Schluss
Die Arbeit, die ihr hier seit 30 Jahren leistet, ist eine für das Viertel ganz wesentliche. Damit meine ich die Arbeit mit den Kindern wie auch die Arbeit in der Funktion als Anlaufstelle für Eltern und in der Beratung von Eltern. Ich gehe davon aus, dass ihr weiterhin den Ansatz pflegt, dass diese Kita eine ist, die nicht allein „ihr Ding“ macht (also Kinderbetreuung als ein Dienstleistungsangebot wahrnimmt), sondern zugleich eine Einrichtung, die für die Belange des Stadtviertels offen ist und die sich nach wie vor für die Belange von Kindern in diesem Viertel einsetzt.
In diesem Sinne danke ich Euch bzw. Ihnen allen fürs geduldige Zuhören und wünsche uns allen eine schöne Feier.

Hier wird zeitnah die Rede von Janina Frankowski nachzulesen sein
Rede zum 30. Jubiläum der Gründung der Kita Sonnengarten Trier-Nord von Konni Kanty:
Vielen Dank für die schönen und wertschätzenden Ansprachen, Herbert und Janina!
Liebe Freundinnen und Freunde der Kita Sonnengarten,
es wurde nun schon viel zur Geschichte der Kita Sonnengarten gesagt. Für mich, stellvertretend fürs Team der Kita, gehören zur Geschichte auch Menschen, die heute diesen Anlass nicht gemeinsam mit uns begehen können, weil sie in den vergangenen Jahren verstorben sind. Besonders erwähnen möchte ich Magda Weber, als Ideengeberin und Pionierin für diese Einrichtungen, Bernd Weihmann, als ehemaligen Leiter des Bürgerhauses, Marie-Luise Reinholz, als langjährige und engagierte Mitarbeiterin der Kita und auch Trixi Hemmerling, als langjährige Leiterin der Kita Sonnengarten.
Gerade über Trixi, die im Mai dieses Jahres nach langer, schwerer Krankheit verstorben ist, möchte ich ein paar Worte verlieren: Trixi hat von 1999 bis zu ihrem Renteneintritt 2022 diese Kita geleitet und durch ihre einmalige und unnachahmliche Art geprägt. Sie war stets engagiert, klar, stolz, unheimlich humorvoll und vor allem immer mit dem Herz am rechten Fleck – für die Kinder und für die Bewohner dieses Stadtteils. Ich bin ihr unendlich dankbar und es war eine Ehre, dass Trixi mich vor ihrem Renteneintritt angerufen hat und mich gebeten hat, mich zu bewerben, um ihre Arbeit als Kita-Leitung weiterzuführen. Oft habe ich bei Baumaßnahmen, Projekten und anderen Gelegenheiten gedacht: „Das muss ich Trixi zeigen“, „das muss ich ihr noch erzählen“ oder „ich hoffe, dass Trixi zum Jubiläumsfest kommt und sieht, was hier alles passiert ist!“. Am Abend bevor sie gestorben ist, habe ich ihr noch eine Einladung für das heutige Fest eingeworfen. Ich denke noch oft an sie und ich weiß, dass ich damit nicht allein bin.
Trixi hat diese Kita 22 von 30 Jahren geleitet, und zwar mit Herzblut, ohne viel Drumherumgerede und mit ganz viel Glitzer! Trixi, egal wo Du jetzt bist – wir denken an Dich – heute ganz besonders!

In Trixis Sinne blicken wir ins Hier und Jetzt: Wir haben 30 Jahre Geschichte dieser Kita hinter uns. Wir haben gute, hochwertige pädagogische Arbeit geleistet. Wir haben uns reingehangen. Wir haben auch Fehler gemacht. Und wir haben daraus unsere Schlüsse gezogen und uns und die Arbeit verändert.
Wir arbeiten heute, 2026, noch immer gemeinsam mit den anderen beiden Einrichtungen im Haus, der Kita Leuchtturm und der Baby- und Krabbelstube eng und gut zusammen (danke an der Stelle!). Wir sehen uns als Abteilung des Bürgerhaus Trier-Nord und sind Teil des AK Trier-Nord und des AK Schule und sind froh über diese konstruktive Vernetzung hier im Stadtteil. Danke an alle Kooperationspartner*innen, die auch heute hier sind! Aber vor allem arbeiten wir noch immer mit den Kindern und Eltern in Trier-Nord – stets mit dem Herz im Stadtteil.
Gemeinsam mit dem Jugendamt und der Stadtverwaltung Trier sind wir in den letzten Jahren viele Renovierungsarbeiten im Gebäude angegangen. Neue Böden, neue Notausgänge, Lärmschutzdecken, Renovierungsarbeiten, die in den letzten 30 Jahren liegengeblieben sind, und nicht zuletzt die seit Dienstag gestartete neue Küche, in der frisch für die Kinder der drei Kitas gekocht wird! Auch die nächsten Projekte sind schon in der Pipeline und werden geplant. Danke auch hier für die gute Zusammenarbeit an der Stelle!
Danke auch nochmal von mir an die vier Kolleginnen, die bereits seit 30 Jahren in dieser Kita arbeiten und auch danke an alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Höhen und Tiefen dieser Einrichtung mitgetragen und die Kita geprägt haben und weiter die Geschichte dieser Einrichtung mitgestalten!
Ich freue mich wirklich außerordentlich, dass wir diesem Anlass einen würdigen Rahmen geben und zusammen feiern!
Ich wünsch Euch und uns allen ein schönes Jubiläumsfest!
